Über den Krisenlotsen
Wie alles angefangen hat, was der Krisenlotse ist — und was nicht.
Wie alles angefangen hat
Ich bin Felix und ich habe Anfang 2026 meinen Job verloren — eine Umstrukturierung im Startup, in dem ich gearbeitet habe. Ich war nicht der Einzige; viele meiner Kollegen waren auch betroffen. Im Nachhinein war genau das mein Glück: Wir konnten uns gegenseitig unterstützen, haben Informationen ausgetauscht, sind gemeinsam zu Anwälten gegangen, haben uns beim Bewerbungs-Schreiben geholfen.
Trotzdem war ich überwältigt. Plötzlich Fristen, Paragraphen, die Frage, ob die Kündigung überhaupt rechtens war, wann ich mich melden muss, was ich überhaupt darf und was nicht. Selbst mit einem unterstützenden Umfeld habe ich Tage gebraucht, um mich zu orientieren.
Da kam mir der Gedanke: Was ist eigentlich mit den Menschen, die kein solches Umfeld haben? Die alleine dasitzen, in einem Schock, und nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Etwa zur gleichen Zeit verlor ein enger Freund seinen Vater nach längerer Krankheit. Er war ähnlich überwältigt — nur in einem komplett anderen Kontext. Sterbeurkunde, Erbschein, Bestattung, Konten kündigen, Verträge auflösen, eine 6-Wochen-Frist für Erbausschlagung. Trauer und Bürokratie auf einmal, ohne dass jemand in seiner Familie das schon einmal durchgemacht hatte.
Diese beiden Erfahrungen — meine eigene und seine — haben mir gezeigt: Lebenskrisen sind unterschiedlich, aber das Muster ist immer dasselbe. Schock, Überforderung, gefährliche Fristen, das Gefühl, im Nebel zu stehen. Und der enorme Unterschied, ob jemand das alleine durchmacht oder mit jemandem an der Seite, der den Weg kennt.
So ist die Idee vom Krisenlotsen entstanden: Ein Begleiter, der nicht alle Antworten hat, aber genug Wissen mitbringt, um durch den Nebel zu führen. Wie ein guter Freund, der zufällig richtig gut weiß, wo man anfangen muss.
Was der Krisenlotse ist
Der Krisenlotse ist ein KI-gestützter Begleiter für schwierige Lebenssituationen. Aktuell hilft er bei Jobverlust in Deutschland — weitere Krisen wie Tod eines Angehörigen, Scheidung, schwere Diagnose und Pflegefall in der Familie sind in Vorbereitung.
Er hilft dir konkret bei:
- Fristen einzuhalten — keine 3-Wochen-Klagefrist verpassen, keine Sperrzeit-Falle übersehen
- Rechte zu kennen — was steht dir zu, was kann dein Arbeitgeber, was nicht
- Ansprüche zu prüfen — ALG I, Bildungsgutschein, Wohngeld, ergänzende Leistungen
- Den Überblick zu behalten — strukturiert, in deinem Tempo, ohne Druck
- Einen klaren Kopf zu bekommen — empathisch, normalisierend, ohne zu bagatellisieren
Der Krisenlotse spricht dich mit „Du" an, weil er nicht wie eine Behörde klingen will. Er ist da, wenn du ihn brauchst — auch nachts um 3.
Was der Krisenlotse nicht ist
Genauso wichtig wie das, was er ist, ist das, was er nicht sein kann oder will:
Er ist kein Anwalt.
Er kennt sich gut aus und kann dir die Lage einschätzen — aber bei konkreten Rechtsstreitigkeiten oder einer Klage brauchst du einen Fachanwalt. Der Krisenlotse sagt dir das auch ehrlich, wenn es so weit ist.
Er ist kein Therapeut.
Er kann emotional reagieren, normalisieren, zuhören. Aber bei psychischen Krisen oder Suizidgedanken ist die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos und 24/7 erreichbar) der richtige Ort.
Er ist keine Behörde.
Er erklärt dir, wie das System funktioniert, aber die echten Anträge musst du bei der Arbeitsagentur, dem Jobcenter oder anderen Stellen stellen.
Er ist nicht unfehlbar.
Er basiert auf einem KI-Modell, und KI-Modelle können Fehler machen. Bei kritischen Entscheidungen prüf seine Aussagen lieber doppelt — frag einen Profi, recherchier nach, oder ruf bei der zuständigen Stelle an. Gerade bei Fristen, Geldsummen und Rechtsfragen.
Wie der Krisenlotse funktioniert
Hinter dem Krisenlotsen steht Claude, ein KI-Modell von Anthropic. Wenn du eine Nachricht schickst, wird sie an Anthropic gesendet, dort verarbeitet, und die Antwort kommt zurück. Anthropic verarbeitet die Daten gemäß ihrer Datenschutzrichtlinie.
Was wir mit deinen Daten machen:
- Deine Chats werden nur in deinem Browser gespeichert (im sogenannten localStorage). Wir selbst speichern nichts auf unseren Servern.
- Wenn du den Browser-Verlauf löschst oder den „Neuen Chat starten"-Button drückst, ist alles weg.
- Du kannst deine Konversation jederzeit als Textdatei herunterladen — falls du sie aufbewahren oder einem Anwalt geben willst.
Was wir nicht tun:
- Wir verkaufen keine Daten weiter
- Wir verbinden Chats nicht mit deiner Identität
- Wir tracken keine personenbezogenen Daten
Der Krisenlotse rechnet wichtige Berechnungen wie Fristen und Arbeitslosengeld nicht selbst — dafür nutzt er deterministische Funktionen, die mathematisch korrekt sind. So vermeiden wir, dass die KI bei Datums-Arithmetik daneben liegt. Bei rein erklärenden Antworten kommt aber die KI zum Zuge — und die kann, wie oben erwähnt, gelegentlich Fehler machen.
Wer dahintersteckt
Der Krisenlotse ist ein persönliches Projekt, kein Unternehmen. Mein Name ist Felix Michels, ich habe das Tool selbst gebaut — basierend auf der Erfahrung, die ich oben beschrieben habe, und der Überzeugung, dass gute Begleitung in Krisen kein Privileg sein sollte.
Falls du Feedback hast, einen Fehler gefunden hast, oder eine Krise vermisst, die unterstützt werden sollte: Ich freue mich über jede Nachricht an hello@krisenlotse.org.